// >50%
Arbeitswege
aller Werktags-Pkw-Kilometer
// MIV IN KÄRNTEN
64%
auf dem Arbeitsweg
// Ø-DISTANZ
17 km
pro Richtung auf Arbeitswegen

Betriebliche Mobilität (BM) ist jegliche Art der Fortbewegung, die im Rahmen von betriebsinduzierten Tätigkeiten ausgelöst wird. Mehr als 50 % aller Verkehrswege an Werktagen entfallen auf Arbeits- und Dienstwege – in Kärnten werden 64 % jener Wege mittels MIV zurückgelegt, bei einem normierten Besetzungsgrad von 1,1 Personen pro Fahrzeug und einer durchschnittlichen Distanz von 17 km pro Richtung. In ländlichen Regionen sind Beschäftigte besonders stark vom MIV abhängig, weil attraktive Alternativen oft fehlen oder unzureichend koordiniert sind.

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Anteil Pkw-Kilometer der Haushalte in Österreich an Werktagen. Quelle: VCÖ (2023).

Beim sog. Betrieblichen Mobilitätsmanagement (BMM) geht es um eine gewünschte Verbesserung betrieblicher Bewegungsmuster – besonders im Hinblick auf Kosteneffizienz und Umweltverträglichkeit. BMM betrachtet Mobilität als Teil der Unternehmensorganisation – vergleichbar mit Personal-, Energie- oder Qualitätsmanagement. Es integriert Dienstreisen, Arbeitswege, Fuhrparkmanagement und Kundenverkehre in ein übergeordnetes Konzept und richtet sich an den realen Bedürfnissen der Beschäftigten und des Betriebs aus.

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Infrastrukturmanagement, Verkehrsmanagement und Mobilitätsmanagement als Säulen. Quelle: Blees (2019).

Unternehmen können durch finanzielle Anreize, organisatorische Flexibilität und gezielte Information nachhaltige Verkehrsmittel fördern: Zuschüsse und Mobilitätsbudgets, betriebliche Shuttlebusse, sichere Abstellanlagen, Dienstradprogramme. Flexible Arbeitszeiten und Home-Office entzerren Pendlerströme und machen den ÖV besser nutzbar. Bei Dienstreisen reduzieren Richtlinien, die Bahnreisen oder digitale Meetings bevorzugen, nicht nur Emissionen, sondern auch Kosten. Im Bereich Fuhrpark gewinnen E-Fahrzeuge, Poollösungen und Carsharing an Bedeutung.

Erfolgreiches Mobilitätsmanagement entsteht durch einen iterativen und systematischen Prozess. Zu Beginn steht eine fundierte Analyse: Wie bewegen sich Mitarbeitende? Welche Infrastrukturen sind vorhanden? Wo liegen die größten Hebel? Unternehmen, die Mobilität ganzheitlich denken, signalisieren Innovationskraft und Verantwortung – was ihre Attraktivität für Beschäftigung steigert. An dieser Stelle ist das MOBIREG Innovationslabor Ihre zentrale Anlaufstelle in Kärnten.

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Schaubild der Nutzen-Dimensionen des BMM. Quelle: ZNM (2020).

Gerade in ländlichen Regionen stellt BMM eine besondere Herausforderung dar. Geringe Bevölkerungsdichten, eingeschränkte ÖV-Angebote und längere Distanzen erfordern maßgeschneiderte Lösungen. Unternehmen können sich zusammenschließen, um gemeinsame Shuttleverkehre zu organisieren, Bedarfsverkehre zu initiieren oder Carsharing-Angebote gemeinsam zu betreiben. Auch der Ausbau von Radinfrastruktur oder die Nutzung von E-Bikes können entscheidend zur Attraktivität nachhaltiger Alternativen beitragen.

Ausblick

Das betriebliche Mobilitätsmanagement ist ein Bindeglied zwischen Unternehmensorganisation und regionaler Verkehrsplanung. Es bietet Strukturen und Instrumente, um Mobilität in der Arbeitswelt neu zu denken – nicht als individuelle Angelegenheit, sondern als gemeinschaftliche Aufgabe. MOBIREG steht Ihnen als Koordinator in Kärnten zur Seite.

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